Zauberhaus Krieger

Kindertagespflege

 

  

 

 

 

 Grundsätzliche Gedanken

 

  

Jedes Kind ist einzigartig und durch seine Einzigartigkeit entwickelt es besonders in den ersten Lebensjahren seine eigene Persönlichkeit, seine eigenen Interessen und ein eigenes Verständnis unserer Welt.

Aus diesem Grunde habe ich mich für das Leitmotiv

" Werde der Du bist "

von Hermann Hesse entschieden.

Ich möchte den Kindern die Möglichkeit bieten, sich individuell nach ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entfalten und zu entwickeln.

Den Kindern stehen altersgerechte und entwicklungsfördernde Spielsachen zur Verfügung. Diese werden in Abständen immer mal wieder ausgetauscht. Auch Bastelmaterialien und Malsachen stehen zur Verfügung. Ebenso Naturmaterialien und Gegenstände aus dem täglichen Leben. Die Kinder gewinnen Sicherheit im Umgang mit neuen Dingen, befriedigen ihre Neugierde, erkennen eigene Grenzen und erleben Erfolge. Ihr Selbstwertgefühl wird gestärkt.

Mir ist es wichtig, so oft wie möglich raus zu gehen und dort viele spannende Dinge zu erleben. Egal ob auf dem Spielplatz, auf dem Wochenmarkt, auf einer Wiese oder beim gemeinsamen Pfützenspringen.

Bücher begleiten uns ebenfalls täglich. Wir lesen Geschichten und besprechen Bilder. So wird die Fantasie angeregt und die Sprachentwicklung der Kinder wird weiter ausgeprägt.

Es ist mir ein großes Anliegen das Sozialverhalten der Kinder zu fördern. Das geschieht durch gemeinsames Spielen, Essen, Streiten, Albern oder Toben. Die Kinder lernen zu teilen, uns und sich gegenseitig zu respektieren und ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln. 

Bei all den täglichen Erlebnissen, Aktivitäten, und Erfahrungen, welche die Kinder machen, werde ich sie als Tagesvater begleiten, in dem ich sie loben oder sie auch mal kritisieren, gemeinsam Vorkommnisse besprechen und diskutieren. Ich beobachten sie und biete situativ, unterstützend Lösungswege an.

Als Tagesvater möchte ich den Kindern ein Gefühl von Sicherheit geben und eine vertrauensvolle, aber auch respektvolle Beziehung zu jedem einzelnen Kind aufbauen.Ich lege großen Wert darauf eine gemütliche und familäre Atmosphäre für die Kinder zu schaffen.

 

 

Die Eingewöhnung

 

Grundlage für unsere Eingewöhnung mit den Kindern ist das sogenannte

,,Berliner Eingewöhnungsmodell“.

Die Eingewöhnungszeit ist für das Kind, die Eltern und für die Tageseltern außerordentlich wichtig. Der Übergang aus der Familie in die Tagespflegestelle bedeutet für jedes Kind eine große Herausforderung für seine Fähigkeiten, sich an neue Umgebungen anzupassen und Beziehungen

zu fremden Personen aufzubauen. Es muss sich an neue Situationen, einen veränderten Tagesablauf und an die tägliche mehrstündige Trennung von den

Eltern gewöhnen. Diese Veränderungen können mit erheblichem Stress verbunden sein. Kinder sind schnell überfordert, wenn sie diese Umstellung ohne Unterstützung durch ihre Eltern bewältigen müssen. Deshalb sollten sich die Eltern Zeit für die Eingewöhnung lassen. Das erste Treffen dient dem gegenseitigen Kennenlernen. Hier erfahren die Tageseltern bisherige Gewohnheiten und Vorlieben des Kindes, eventuelle Krankheiten oder Entwicklungsauffälligkeiten.

In der Grundphase in den ersten 3 Tagen wird das Kind von Mutter, Vater oder einer anderen Bindungsperson in die Tagespflegestelle begleitet und bilden

somit den sicheren Hafen, d.h. das Verhalten der Eltern im Gruppenraum ist passiv, sie drängen das Kind nicht, sich zu entfernen, und die Eltern akzeptieren es immer, wenn es die Nähe zu ihnen sucht. In dieser Phase versuchen die

Tageseltern sich dem Kind anzunähern, ohne das sich das Kind ge- oder bedrängt fühlt. Der anwesende Elternteil verhält sich zurückhaltend, bleibt jedoch in der Nähe, um dem Kind das notwendige Gefühl von Sicherheit zu geben.

Das Kind sollte in der Zeit der Eingewöhnungszeit die Tagespflegestelle möglichst höchstens halbtags besuchen. Am vierten Tag fällt die Entscheidung über die Dauer der Eingewöhnungszeit.

Zwischen sechs und vierzehn Tagen kann die Spanne liegen, manchmal auch länger. Entscheidend ist, wie das Kind auf den ersten Trennungsversuch am

vierten Tag reagiert. Dabei verabschiedet sich der begleitende Elternteil kurz nach der Ankunft vom Kind und verlässt den Gruppenraum. Er bleibt aber in der Nähe der Tür. Verhält sich das Kind nach anfänglichem Protest eher

gelassen und wendet sich wieder seiner Umgebung zu, so kann diese erste Trennungsepisode auf ca. 30 Minuten ausgedehnt werden. Je gleichgültiger das Kind auf Abschied und Wiederkehr der Eltern reagiert, desto kürzer kann die Eingewöhnungszeit ausfallen. Besonders hilfreich in dieser Phase ist, wenn sie dem Kind einen Gegenstand von zu Hause mitgeben, welches es an

sie erinnert. Es kann ein Schnuffeltuch, ein Kuscheltier oder etwas anderes sein, was es beruhigt und ihm gut tut. Es schafft sozusagen eine Brücke zwischen Elternhaus und Tagespflegestelle.

Wenn das Kind noch gewickelt wird, sollten die Eltern das zunächst noch selber tun. Diese intime Handlung sollten die Eltern mit ihrem Kind noch so lange teilen, bis es die Tageseltern als Bezugspersonen angenommen hat.

Die Trennungsperioden können nun verlängert werden. Protestiert das Kind jedoch deutlich und dauerhaft, muss mit Trennungsversuchen bis zur zweiten Woche gewartet werden. Zeichen einer gelungenen Eingewöhnung ist es immer, wenn sich das Kind von den Tageseltern trösten und beruhigen lässt.

In der Schlussphase sind alle Aufgaben in die Hände der Tageseltern übergegangen. Die Eltern halten sich nicht mehr in der Tagespflegestelle auf, sind aber noch ca. zwei Wochen jederzeit telefonisch auf Abruf erreichbar. Dies ist wichtig, wenn sich zeigen sollte, dass die neue Beziehung noch nicht tragfähig genug ist, um das Kind in besonderen Situationen aufzufangen. Die

Eingewöhnung ist grundsätzlich erst abgeschlossen, wenn das Kind seine Tageseltern als sichere Basis, als  weitere Bezugs- und Vertrauenspersonen akzeptiert hat.

 

Die Erfahrung hat gezeigt dass die Zeit der Eingewöhnung sehr individuell verläuft.

Auch nach erfolgter Eingewöhnung fällt den Kindern die Trennung manchmal schwer.

Wichtig ist, dass Eltern und Tageseltern ein gutes Verhältniss zueinander haben. Nur gemeinsam kann man so die ein oder andere schwierige Situation auffangen. 

 

Elterngespräche

 

Das Tür -und Angelgespräch.....

 

Es ist unverzichtbar für den schnellen Austausch von Informationen. Es bietet kurze Absprachen alltäglicher Belange. Für mich ist solch ein Gespräch wichtig, weil ich hierbei beispielsweise erfahre, wie das Kind geschlafen hat, wer das Kind abholen wird oder welche Abenteuer gestern noch erlebt wurden.So sind wir immer auf dem neuesten Stand.

 

 

Das Elterngespräch, bei Bedarf und nach Absprache.......

 

Hier geht es um Themen oder eventuelle Probleme, die nur das einzelne Kind betreffen. Es bietet Zeit zum Austausch über den Entwicklungsstand des Kindes und die Möglichkeit, auch Schwierigkeiten in aller Ruhe zu besprechen. Bei Bedarf vereinbaren wir jederzeit gerne einen Gesprächstermin.

 

 

Elternarbeit

 

Unsere Ziele in der Zusammenarbeit mit den Eltern sind

ein partnerschaftliches Miteinander im Interesse und zum Wohle des Kindes.

Wir nehmen Eltern mit ihren Vorstellungen, Wünschen, Ansichten oder aber auch Sorgen ernst.

Meinungen und Anregungen der Eltern möchten wir als Möglichkeit der Reflektion und Weiterentwicklung unserer pädagogischen Arbeit sehen.